Meine Liebe – unser Bodensee!

Seit meiner frühesten Kindheit machte ich mit meiner Familie fast jedes Jahr Urlaub in Überlingen, Immenstaad oder Lindau. So entstand eine Liebe für diese Region. Mein Studium und das Leben am Bodensee waren für mich bereits früh gedanklich alternativlos geworden. Hier zu leben und sich heimisch fühlen zu dürfen, ist ein Privileg.

Es sind vor allem drei Bereiche, welche die Grundlage unseres Wohlstandes ausmachen: Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus. In diesen Bereichen müssen wir die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Interessen auf den größtmöglichen Nenner bringen. So werden wir unsere Region zukunftssicher machen und auch kommenden Generationen ihre Heimat erhalten und sie lebenswert gestalten.

Unsere Wirtschaft – Garant für eine gute Zukunft!

Es gilt, das Große im Blick zu behalten und das Gesamtgefüge nicht aus den Augen zu verlieren. Dafür braucht es aber auch den Sinn fürs Detail. Es sind sog. Soft-Facts – zum Beispiel Lebensqualität und Infrastruktur – die es der am Bodensee angesiedelten Industrie sowie den vielen mittleren und kleinen Unternehmen ermöglichen, sehr gut ausgebildete Arbeitskräfte für sich zu gewinnen und ihren Familien eine lebenswerte Region zu bieten.

Geht es den Arbeitgebern und den Firmen in unserem Bodenseekreis gut, profitieren davon nicht nur die Städte und Gemeinden in Form von Gewerbesteuereinnahmen, sondern vor allem jeder Einzelne von uns, der pünktlich zum Monatsende seinen Arbeitslohn überwiesen bekommt.

Wir müssen verlässliche, transparente und optimale Rahmenbedingungen für die Unternehmen erhalten und schaffen, um Wohlstand und Arbeitsplätze in der regionalen Wirtschaft zu sichern.

Ein Bürokratieabbau wäre hierzu ein Konjunkturpaket zum Nulltarif. Ein weiteres Schlüsselelement ist für mich, Forschern und Entwicklern ein gutes Arbeitsumfeld zu bieten, sodass neue Technologien auch weiterhin hier ihren Ursprung haben. Ebenso müssen Start-Ups mit neuen Geschäftsmodellen attraktiv bleiben und durch eine hervorragende Wirtschaftsförderung auf Synergieeffekte zwischen bereits ansässigen, etablierten und neuen Betrieben hinarbeiten. Dieses Potenzial müssen wir unbedingt ausschöpfen und die Unternehmen und Betriebe in ihrem schwierigen Prozess zwischen Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Innovation begleiten und unterstützen.

Eine gute Infrastruktur steht als zentraler Punkt für viele von uns im Vordergrund. Ob etwa der Ausbau der B31, B30, die Elektrifizierung der Südbahn, neue Radwege bzw. der Radschnellweg, die Schifffahrt oder die Schließung der Lücken im öffentlichen Personennahverkehr – es gilt in den nächsten Jahren im Bereich der Verkehrsinfrastruktur einen Schwerpunkt zu setzen. Dafür will ich mich besonders engagieren.

Unsere Zukunft – Fortschritt durch Digitalisierung!

Einen Digitalisierungsschub braucht es nicht nur in Wirtschaftsangelegenheiten, sondern auch in den Bereichen Bildung und öffentliche Verwaltung. Die Corona-Pandemie hat uns noch stärker vor Augen geführt, dass – neben einer flächendeckenden Netzabdeckung – vor allem modernste Technik und eine gute digitale Ausstattung unserer Schulen und Firmen elementare Bausteine sind, damit wir in Krisenzeiten nicht abgeschnitten werden. Homeoffice und Homeschooling müssen jederzeit zur Verfügung stehen.

Der Ausbau der digitalen Infrastruktur ist die Zukunft von morgen. Nur so ermöglichen wir bestmögliche Voraussetzung, um neue Geschäftsmodelle etablieren zu können.

Dafür brauchen wir einen zukunftsfähigen Staat mit einer fortschrittlichen, zukunftsgerichteten Politik. Zukunft braucht Erfahrung, aber Innovation braucht in erster Linie neues Wissen, neue Ideen und Mut.

Das digitale Potenzial ist groß und bietet für jeden von uns Möglichkeiten, die den Alltag erleichtern und uns unsere Lebens- und Arbeitszeit flexibler gestalten lassen. Elektronische Behördengänge vom heimischen Sofa aus sparen Zeit, minimieren den bürokratischen Aufwand und schenken uns letztlich mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge, wie Familie und Freunde.

Unsere Landwirtschaft – Boden für Neues!

Ob Obst, Wein, Hopfen oder Viehhaltung. Die Landwirtschaft hat in unserer Region eine lange Tradition. Dabei stehen viele Landwirte vor großen Herausforderungen, um ihre Höfe – im Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit, bürokratischen und ökologischen Auflagen – fit für die Zukunft zu machen. Ich möchte, dass auch in den nächsten Jahren Produkte vom Bodensee weit über die Region hinaus genossen und gekauft werden können.

Hier wächst Qualität, die ihren Preis haben darf und deshalb gilt für mich vor allem: was der Biene nützt, darf dem Bauern nicht schaden.

Was uns eint ist das Wasser. Die Funktion des Bodensees als Trinkwasser-Reservoir für weite Teile des Landes gebietet einen nachhaltigen Umgang mit dieser einmaligen und für uns alle so wertvollen Ressource.

Unser Zusammenhalt – attraktiv für Touristen & Einheimische!

Die vielfältigen Angebote, die unsere Region zu jeder Jahreszeit Einheimischen und Touristen bietet, sind ein wesentlicher Faktor für die hohe Lebensqualität. Beide müssen hier weiterhin voneinander profitieren können, die einen als Gast und die anderen als Gastgeber.

Zugleich müssen wir für eine gute Infrastruktur sorgen und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen – für alle Generationen gleichermaßen. Der ländliche Raum darf nicht von einer guten flächendeckenden ärztlichen Versorgung abgehängt werden.

Durch die Corona-Pandemie wurde uns vor Augen geführt, wie wichtig Familie und Freunde, der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Vorortversorgung mit dem Notwendigsten ist. Nachbarn helfen sich gegenseitig. Junge Menschen helfen älteren Menschen oder denen, die zur Risikogruppe zählen. Musikvereine musizieren digital oder Sportgruppen treffen sich via Videoschalte zum digitalen Training. Das ist gelebte Gemeinschaft! Solche Initiativen des Zusammenhalts will ich nachhaltig unterstützen und fördern.